Was muss ich beachten um ein erfolgreiche Ballensilage zu bekommen?

Januar 21, 2019

Ziel: Hochwertiges, wertvolles Futter mit möglichst geringem Futterverlust

Um qualitativ hochwertiges Futter herzustellen, kommen Sie als Landwirt nicht um eine gewissenhafte Grünlandpflege herum. Sie ist die Basis für perfektes Pflanzenwachstum, um hochwertigste Nährstoffe in den Pflanzen zu gewährleisten. Der Boden wird es Ihnen mit einer dichten, festen Grasnarbe danken. Der richtige Schnittzeitpunkt ist von großer Wichtigkeit, dabei spielt die Witterung natürlich eine entsprechende Rolle. Mähen sie das Gras möglichst in einem frühen Entwicklungsstadium – wichtig!- bevor es blüht, aber wenn das Gras bereits abgetrocknet ist.

Die Schnitthöhe sollte nicht 8-10 cm unterschreiten, da es sonst zu Verunreinigungen des Futters und damit zu Störungen im Gärprozeß  kommt.

Sorgen sie für einen gründlichen und gleichmäßigen Anwelkgrad, 45 % Trockenmasse bei Silage und 65 % TS bei Heulage ist dabei ein guter Richtwert.

Eine Presse, die dichte gleichmäßig geformte Ballen herstellt ist bei der Herstellung von Ballensilage von Vorteil. Auch der Ballenwickler sollte gleichmäßig und ordentlich arbeiten, damit die Silage bestmöglich von Luftzufuhr abgeschlossen ist.

Umwickeln Sie den Ballen mit einer Trio-Folie so schnell als möglich, maximal nach 2 Stunden. Bei Regen ist vom Wickelungsvorgang abzuraten, da durch die Nässe inhomogene Schichten entstehen können.

Je nach Trocknungsgrad bringen sie 6-10 Folienschichten auf. Je trockener das Futter, desto größer ist die Gefahr von Durchstoßen der Folie durch Halme. Wir empfehlen eine Überlappung von etwa 55 % damit eine hochwertige Silage ohne Verluste entsteht.

Die Vordehnung der Folie sollte 65 – 80 % bei Rundballen, bei Quaderballen max. 70 % betragen.

Bevorzugen Sie eine helle Wickelfolie, damit es nicht zu einer übermäßigen Erwärmung der Silage kommt. Trio bietet Folien in verschiedensten Farbtönen an.

Sollten sie die Balllen nach dem Wickeln transportieren müssen, ist es von Vorteil einen Rundballengreifarm zu verwenden um sicherzugehen, dass die Folie am Ballen nicht beschädigt wird.

Lagern Sie die Ballen aufrecht stehend und wenn möglich sorgen Sie dafür, dass diese bis zur Verwendung nicht mehr bewegt werden.

Achten Sie auch auf den Boden am Lagerplatz. Sind dort spitze Steine? Nägel? Holzsplitter oder andere Gegenstände die die Ballen beschädigen könnten?

Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, schützen Sie die gelagerten Ballen mit einem speziellen Netz vor Tieren wie Vögel, Wild, Katzen und dergleichen.

Sollte es trotz aller Vorsorge dennoch einmal zu einer Beschädigung der Folie kommen, verschließen Sie diese Löcher umgehend mit einem speziell dafür entwickelten Folien-Reperatur-Klebeband um Folgeschäden bestmöglich abzufangen.

 

Mit diesen Vorkehrungen steht einer gelungenen Ernte eigentlich nichts mehr im Wege und so wünschen wir Ihnen ein erfolgreiches, erntestarkes 2019!

 

Hier finden Sie noch den Link zu den 12 Tipps im Überblick